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50 Jahre Puppentheater Neubrandenburg

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50 JAHRE PUPPENTHEATER NEUBRANDENBURG

Eine Jubiläumsveranstaltung mit Peter Waschinsky und der Theatergruppe „Die Pyromantiker Berlin“ in Kooperation mit dem Kino Latücht

 

Was bleibt von einem Theater, wenn sich der Vorhang längst geschlossen hat? Die Geschichten, die Menschen, die Bilder – und die Erinnerungen, die weitergetragen werden. 1976 wurde in der Bezirksstadt Neubrandenburg ein Puppentheater gegründet, das die Theaterlandschaft der DDR nachhaltig bereichern sollte. Im Oktober 1977 wurde es als 13. staatlich subventioniertes Puppentheater der DDR eröffnet. Gründungsmitglieder waren Gisela Templin (Intendantin), Peter Waschinsky (Künstl. Leiter), Gabriele Hänel, Werner Henrich, Thomas Mierau und Christian Werdin.

 

2026 jährt sich die Gründung dieses besonderen Theaters zum 50. Mal. Anlass genug, seine Geschichte, seine künstlerischen Leistungen und die Menschen dahinter wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Dafür laden wir zu einem Abend ein, an dem Theatergeschichte lebendig wird. Ehemalige Mitglieder und Wegbegleiter aus dieser Zeit kommen zusammen, darunter der Puppenspieler, Regisseur und Theatermacher Peter Waschinsky und weitere Beteiligte der Gründungs- und Ensemblezeit.

 

Das Programm:

Den Beginn des Abends bestreitet die Theatervorstellung „Und der Hahn hat immer Recht“ mit dem Puppenspiel „Hahn Weltherr“ (Regie: Peter Waschinsky). Marlis Hirche und Oliver Dassing von der Theatergruppe „Die Pyromantiker Berlin“ bringen es mit einer komödiantischen Rahmenhandlung (Regie: Gabriele Hänel) erneut auf die Bühne.


Nach einer kleinen Umbaupause geht es auf der Leinwand weiter: Gezeigt werden Ausschnitte aus dem in Neubrandenburg gedrehten Film „Hahn Weltherr“(1982), für den Peter Waschinsky und Holm Freier Regie führten.


Mit dem Trailer zu dem künstlerisch beeindruckenden und international vielbeachteten Puppen-Trick-Langfilm „Memory Hotel“ möchten wir noch einmal auf dieses nach 30 Jahren in 2026 endlich fertiggestellte Werk von Heinrich Sabl aufmerksam machen.

 

Ein weiterer besonderer Programmpunkt auf der Leinwand ist die Neubrandenburger Premiere des Dokumentarfilms „Der Meister des Hand-Werks – der Puppenspieler Peter Waschinsky“ (2026 / Regie: Dominik Wessely).

 

Ausklingen wird der Abend mit einem Podiumsgespräch, in dem sich ehemalige Theatermitglieder und weitere Beteiligte begegnen werden, um gemeinsam mit dem Publikum Erinnerungen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven auszutauschen.

 

Durch den Abend führt Holm-Henning Freier

Die Kinobar ist ab 16:00 Uhr geöffnet.


Kurze Geschichte des Puppentheaters Neubrandenburg

Gegründet 1976 als 13. staatlich subventioniertes Puppentheater der DDR von Gisela Templin, Peter Waschinsky, Gabriele Hänel, Werner Hennrich und Thomas Mierau. Die Eröffnung des Theaters im Oktober 1977 mit je einer Inszenierung für Kinder und einer für Erwachsene verdeutlichte eine programmatische Entscheidung: Das Puppentheater Neubrandenburg war das erste in der DDR, das nicht nur als Kindertheater fungierte, sondern auch kontinuierlich Stücke für Erwachsene im Programm hatte. Darunter künstlerisch herausragende, auf zahlreichen Festivals ausgezeichnete Inszenierungen, die die Puppentheaterentwicklung der DDR wesentlich beeinflussten. Dazu gehörten „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ von Bertolt Brecht (Regie: Peter Waschinsky), „Die Umsiedlerin oder das Leben auf dem Lande“ von Heiner Müller (Regie: Monika Seerig/Bert Koß), sowie die 1987 in kollektiver Regie (Marlis Hirche, Gerlinde Tschersich, Monika Seerig, Knut Hirche, Bert Koß) entstandene puppentheatralische Adaption von Strindbergs „Fräulein Julie“.

 

1994, nach dem Umzug in das rekonstruierte älteste Mecklenburger Theatergebäude und unter dem neuen Namen „Kammertheater Neubrandenburg“, begann eine besonders schöpferische Arbeitsphase dieses künstlerisch innovativen, experimentierfreudigen Theaterensembles, das jenseits starrer Gattungsgrenzen die Ausdrucksmöglichkeiten des Spiels mit dem Material erprobte und den Dialog der Künste herausforderte. Ungeachtet des hohen künstlerischen und kulturpolitischen Stellenwertes dieses Theaters wurde das Kammertheater Neubrandenburg 2001 im Zuge einer vom Kultusministerium des Landes empfohlenen Fusionierung mit dem Landestheater Neustrelitz und der Philharmonie Neubrandenburg aus der Theaterlandschaft getilgt.

Veranstaltungsort

Kino Latücht – Einlass ab 16:00 Uhr

Eintritt: 15,00 €

keine Ermäßigung möglich Vorverkauf ab 02.11. im Kinobüro

 

 

Tickets:

Karten-Vorbestellungen (Mo bis Fr: 9 – 17 Uhr):

Tel. 0395 5666611
E-Mail:
Vorbestellte Karten bitte spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse abholen.