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Jugendmedienfest

Kino als Lernort: Im Latücht können Kinder und Jugendliche (eigene) Filmkunst auf großer Leinwand und in der Atmosphäre eines Kinosaals erleben. Hier können sie die Faszination Film spüren und sich auch mit den gezeigten Themen auseinandersetzen. 

 

Was passiert hier?

Drei Wettbewerbe in drei Tagen – beim Neubrandenburger Jugendmedienfest präsentieren junge Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern alljährlich ihre Video- und Audioprojekte.  Dokumentar-, Spiel- und Trickfilme sind ebenso zu finden wie Musikvideos, Hörspiele, Rundfunkbeiträge und Podcasts. Höhepunkt des Festes ist die öffentliche Verleihung der Preise in den drei Kategorien Jugendvideowettbewerb M-V, Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“ und Jugendradiowettbewerb „Freisprecher“. Mitmachen können Kinder zwischen 5 und 25 Jahren.

Jugendmedienfest 2026

31. Neubrandenburger Jugendmedienfest

Vom 10. bis 12. Juni 2026 wurde das Kino Latücht erneut zum Treffpunkt junger Medienmacher*innen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Beim 31. Neubrandenburger Jugendmedienfest präsentierten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre kreativen Film- und Audioprojekte, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Organisiert wurde das Festival von Latücht – Film & Medien e.V. in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg. 

 

Ein großer Dank geht an alle Teilnehmer, Förderer, Sponsoren, Partner, Programmkommission, Jurymitglieder und ehrenamtliche Helfer und Festangestellte des Latüchtvereins.

 

 Hier findet ihr das Programmheft.

 JMF26_Sponsoren 

 

Starke Beteiligung und große Themenvielfalt

Die Zahl der Einreichungen war erneut hoch: Insgesamt wurden 79 Beiträge aus großen Städten wie Rostock und aus kleinen Orten wie Neu Kaliß eingereicht. Die Teilnehmer*innen im Alter von fünf bis 25 Jahren präsentierten im Kino Latücht ihre Filme, Podcasts und Hörspiele.

Die Bandbreite der Themen reichte von Kriminalgeschichten über soziale Fragestellungen wie Social Media, Mobbing, Inklusion, Femizid oder Erinnerungskultur bis zu poetischen Essays über Träume, Ängste und die Suche nach Identität. Auch die Formate waren vielfältig: Klassische Spielfilme, Trickfilme, experimentelle Kurzformen und Animationsfilme standen neben dokumentarischen und poetischen Arbeiten. Zahlreiche Beiträge stammten aus dem Schul- oder Freizeitkontext, manche waren in Werkstätten entstanden, andere als Eigenproduktionen.


   JMF 26 Freisprecherwettbewerb  JMF 26 Jury Freisprecherwettbewerb     

Festivalprogramm

Mittwoch, 10. Juni – Nach der offiziellen Eröffnung startete das Festival mit dem landesweiten Radiowettbewerb „Freisprecher“. Von 10:00 bis 12:00 Uhr wurde alles gespielt, was „auf die Ohren geht“. Am Nachmittag gab es eine Sondervorführung des Spielfilms Offline – Das Leben ist kein Bonuslevel.

Folgende Beiträge wurden beim Radiowettbewerb „Freisprecher“ ausgezeichnet:

 

3. Platz (100 Euro Preisgeld)
Das lehrreiche Hörspiel „Up Reisen mit Oeping“ vom Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen hat die Jury u.a. durch die Rollenvielfalt der Kinder begeistert und dass sie sich kreativ und mit Freude an die plattdeutsche Sprache herangewagt haben. 

 

2. Platz (150 Euro Preisgeld)

Mit „Glück kennt kein Alter“ beweist das Kinderhaus Windmühle aus Neubrandenburg laut Jury erneut, wie kreativ und verbindend Audiomedien eingesetzt werden können. Ihr Podcast zeigt, wie wertvoll Begegnungen zwischen Jung und Alt sind und dass Glück keine Frage des Alters ist.

 

Zwei 1. Plätze (250 Euro Preisgeld)

Im Podcast „Hobbys und Reisen“ der ABG Neubrandenburg belohnt die Jury den Mut und die Leidenschaft der Kinder, frei über ihre Lieblingshobbys und Reisen zu sprechen.

Das Hörspiel „Der schwarze Zaubersee“ der Grundschule Zinnowitz hört sich nicht nur zauberhaft an, das ist es auch. Die jungen Medienmacher nehmen Zuhörer mit auf ihre Suche nach einem Freund verbunden mit wunderlichen Erlebnissen.


Donnerstag, 11. Juni – Beim Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“ zeigten Schülerinnen und Schüler in mehreren Filmblöcken ihre Produktionen – von Trickfilmen über poetische Kurzfilme bis hin zu gesellschaftspolitischen Dokumentationen. Im Anschluss an den Wettbewerb wurden sechs Kurzfilme von Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Nevers gezeigt, die in Zusammenarbeit mit dem Lycée Alain Colas und der Filmvereinigung L’ACNE präsentiert wurden. 

Die Jury würdigte sowohl gesellschaftlich relevante Themen als auch kreative und ungewöhnliche Erzählweisen und zeichnete folgende Filme aus:

 

Lobende Erwähnung

Herausgestochen hat die Umsetzung des Spielfilms „Gefangen in der falschen Welt“ vom Greifen-Gymnasium Ueckermünde denn er zeigt, dass kreative Filme auch in Eigenregie entstehen und gelingen können.

 

Lobende Erwähnung

Stark gespielt hat die Hauptdarstellerin im Spielfilm „Schwanger mit Sechzehn“ und lobend erwähnt die Jury ebenfalls, dass der 25-minütige Spielfilm der Allgemeinen Förderschule „Jan Amos Komensky“ in Barth fast wie ein Dokumentarfilm wirkt.

 

3. Platz (150 Euro Preisgeld)

Für den Dokumentationsfilm „Otto Weidt – Gerechter unter den Völkern“ haben Schüler der Europaschule Rövershagen sich mit Neugier nach Berlin auf den Spuren von Otto Weidt begeben und das komplexe historische Thema einfühlsam umgesetzt.

 

2. Platz (250 Euro Preisgeld)

Beeindruckt von kreativer Umsetzung, Witz und Detailreichtum des Films „Bobby Guards“ der Schüler*innen der Caspar-David-Friedrich Schule in Greifswald & Jugendkunstschule Greifswald betont die Jury: Das Werk zeigt eindrucksvoll, wie viel mit Fantasie, Ausdauer und Freude am Erzählen erreicht werden kann.

 

1. Platz (350 Euro Preisgeld)

Mit ihrem Spielfilm „Im falschen Film“ haben Schüler*innen der 7./8. Klasse des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock / Projekt M.  durch ihre starke Idee und kluges Unterhaltungskino mit einem Schuss Irrsinn die JMF-Jury im Schulvideowettbewerb voll überzeugt.  

 JMF26 Schulvideowettbewerb 1  JMF 26 Schulvideowettbewerb 3    

Schulvideowettbewerb 2 


  JMF 26 Videowettbwerb 1  JMF 26 Videowettbewerb 3  JMF 26 Videowettbewerb 2   JMF 26 Improtheater 

Freitag, 12. Juni Der Jugendvideowettbewerb „Die Große Klappe“ bot von 10:00 bis 17:00 Uhr ein Forum für junge Filmemacher*innen.

Die Beiträge beeindruckten die Jury durch ihre Kreativität, ihren Mut und die Vielfalt der Perspektiven. Ausgezeichnet wurden:

 

Lobende Erwähnung

Ein besonderes Lob für ihr Engagement und ihre Energie spricht die Jury der Rostocker Gruppe „Kakerlaken“ aus, die es mit vier Filmen in den Wettbewerb geschafft hat.

 

Lobende Erwähnung

Im Dokumentationsfilm „Mein Leben mit Autismus“ von Jugendlichen des kreativen Jugendtreffs Laage / Projekt M. Rostock ist die Ehrlichkeit und Offenheit vom Protagonisten Anakin Wendtland für die Jury bemerkenswert.

 

Lobende Erwähnung

Das Musikvideo „Nonstop Assozial“ der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung M-V mit der Medienwerkstatt Zebrastreifen in Ludwigslust wird für großartigen Schnitt und Kameraarbeit lobend erwähnt.

 

3. Platz (200 Euro Preisgeld)

Der „Spitze Stachel“ geht an den Rostocker Bela Spieker für seinen experimentellen Kurzfilm „POV PITY“, der die Themen Rassismus und Sklaverei auf innovative Weise verarbeitet. Mitreißend sind auch die bewegenden Bilder, so die Jury.

 

2. Platz (300 Euro Preisgeld)

Das Musikvideo „Die kleine Zauberin“ könnte vom Titel her schon zum 2. Platz „Das dritte Auge“ passen. Doch überzeugt hat das Rostocker „medien colleg“ die Jury mit diesem hervorragenden Stummfilm durch auffallend großartige ästhetische Bildsprache und den neuen Blick auf das traditionelle Genre Stummfilm.

 

1. Platz (500 Euro Preisgeld)

Die Medienwerkstatt Zebrastreifen auf dem Darß sowie die Deutsche Naturfilmstiftung erhalten „Die große Klappe“ für ihren Spielfilm „Alma“. In wunderbaren schwarz-weiß Bildern wird die Geschichte einer gestrandeten in Plastik verhüllten Meerjungfrau erzählt, krank durch Umweltverschmutzung. Der Film verbindet Naturschutz mit Fantasiewelt und zeigt außerdem, wie zwei aufeinandertreffende Welten und Sprachen es schaffen, aufeinander zuzugehen.

 

In der Pause lud das Performarium e.V. zu einem interaktiven Improvisationstheater ein. Gemeinsam mit dem Publikum entstanden spontan kleine Szenen und überraschende Geschichten, die für kreative und humorvolle Momente sorgten.


Die feierliche Preisverleihung bildete den Abschluss des 31. Jugendmedienfestes. Gemeinsam mit den Teilnehmenden, ihren Familien und Freund*innen, Jurymitgliedern sowie Vertreter*innen aus Politik, Kultur und Medien wurden die Gewinner*innen der drei Wettbewerbe ausgezeichnet.

 

Grußworte richteten unter anderem Thomas Hahn, der neue Vorstandsvorsitzende von Latücht – Film & Medien e.V., Arne Kröger als stellvertretender Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose sowie Jochen Schmidt, der die Schirmherrin des Festivals, Kulturministerin Bettina Martin, vertrat. Alle betonten die wachsende Bedeutung von Medienbildung und die wichtige Rolle des Jugendmedienfestes für die Region.

 

Im Anschluss klang der Abend bei einem gemeinsamen Buffet und Musik der Neubrandenburger Jugendband „June“ aus.

 JMF 26 Band June 

 JMF 26 OB Nico Klose     JMF 26 Preisverleihung 1   JMF 26 Preisverleihung 2        

 

Resonanz und Ausblick

Während der drei Festivaltage war das Kino bei vielen Veranstaltungen bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Jury hatte angesichts der Fülle kreativer Beiträge alle Hände voll zu tun. Die Mischung aus Wettbewerben, Rahmenprogramm, internationalen Kurzfilmen und Abschlussparty machte das Jugendmedienfest zu einem lebendigen Treffpunkt für junge Medienenthusiast*innen.

Olesia Moroz, Festivalleiterin des Jugendmedienfestes 2026:

„Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr die thematische Vielfalt der Beiträge. Viele Filme und Audioprojekte beschäftigten sich mit den Herausforderungen unserer Zeit – mit Inklusion, Mobbing, Social Media oder Erinnerungskultur. Gleichzeitig erzählten sie von Freundschaft, Hoffnung und Zukunft.

Für mich zeigt das, wie wichtig Medienbildung ist: Sie ermöglicht jungen Menschen nicht nur, ihre Gegenwart zu reflektieren, sondern auch ihre eigenen Visionen für die Zukunft zu entwickeln. 

Das Jugendmedienfest schafft seit vielen Jahren einen Raum, in dem junge Menschen ihre Ideen teilen, voneinander lernen und ihre Perspektiven sichtbar machen können.“

 JMF 26 Festivalleiterin Olesia 

Jugendmedienfest 2025

Beim 30. Jugendmedienfest...

... vom 2. bis 4. Juli 2025 verwandelte sich Neubrandenburg erneut in das Zentrum junger Medienkultur: Das 30. Jugendmedienfest, organisiert vom Latücht – Film & Medien e.V., bot weit mehr als nur Wettbewerbe.

Neben den drei zentralen Wettbewerben konnten die Teilnehmenden in spannenden Workshops zur Podcast- und Musikvideoproduktion selbst kreativ werden und neue Techniken ausprobieren.

Fast 60 Beiträge wurden in diesem Jahr eingereicht – die Jury hatte keine leichte Aufgabe, aus dieser Vielfalt die überzeugendsten Produktionen auszuwählen.

 Hier findet ihr das Programmheft.

 

Landesweiter Radiowettbewerb „Freisprecher“

Im Radio-Wettbewerb „freisprecher“ überzeugte der Podcast „Anders aber gleich“ von Siebtklässler des Gymnasiums Carolinum in Neustrelitz. In einer Projektwoche beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Alltag von Menschen mit Behinderungen – ein Thema, das sie mit Feingefühl und klugen Fragen aufbereiteten.

Auch die weiteren Preise gingen an kreative junge Stimmen:

  • 2. Preis: „Windmühlen Montis on Air“ – ein Podcast aus der Kita „Windmühle“ in Neubrandenburg

  • 3. Preis: „26 Tiefseetaucher auf der Suche nach guten Büchern“ – eine literarische Reise von Schüler*innen der KGS Altentreptow

   JMF2025Leinwand 


 JMF2025 Gespr.runde 

Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“

Beim landesweiten Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“ wurden beeindruckende Filmideen prämiert. Das Musikvideo „Gemeinsam stark“ der Schule mit Förderschwerpunkt Lernen und geistige Entwicklung in Teterow wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. In Kooperation mit dem Verein 'bilderbewegen' entwickelten die Schüler eine starke Botschaft über Zusammenhalt und Selbstbewusstsein.

Weitere prämierte Schulvideos:

  • 2. Preis: Trickfilm „Der Weltkindergarten“ der DRK-Kita „Am Holzhafen“ in Wismar

  • 3. Preis: Spielfilm „Karsten“ des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock – eine Alien-Geschichte mit Herz


Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“ – Gewinner gekürt

Beim Neubrandenburger Jugendmedienfest am 04. Juli überzeugten junge Filmemacher mit kreativen Beiträgen. Den vom Nordkurier gestifteten Hauptpreis gewannen Mia Neuschafer und Oskar Kühn aus Rostock mit ihrem Kurzfilm „Light my Love“ – eine feinfühlige Erzählung über erste Begegnungen und unausgesprochene Gefühle.

Die weiteren Platzierungen:

  • 2. Preis: „Am Boden“ von Leo-TV Neubrandenburg – ein emotionaler Film über Mobbing

  • 3. Preis: „7. Dezember 2024“ – ein dichter, visueller Essay aus einem LKJ-Workshop, der sich mit Kriegsbildern und gesellschaftlichen Spannungen auseinandersetzt

 JMF2025mit Leinwand 


 JMF2025Sieger 

Dank und Ausblick

Den musikalischen Abschluss setzte die Überraschungsband „nichtausberl!n“ bei der feierlichen Preisverleihung.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmenden, Ehrenamtlichen, Partner, Förderer und Sponsoren. Ohne euch wäre das Jugendmedienfest nicht das, was es ist: ein lebendiger Ort für junge Medienmacher aus ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Auch in 2026 wird es ein Jugendmedienfest geben. Liebe Jugend seid kreativ und macht mit!

Jubiläums-Medienfest im Latücht war prall gefüllt und gruselig schön

NEUBRANDENBURG – Es ging heiß her beim 30. Neubrandenburger Jugendmedienfest (JMF) im Kino Latücht und das eher weniger durch die parallellaufende Hitzewelle. Das Jubiläumsfest vom 2. bis 4. Juli war geprägt von Beiträgen mit spannenden Sichtweisen junger Medienmacher, schwierigen Juryentscheidungen und einem vielseitigen Rahmenprogramm. Das reichte vom Podcast-Workshop sowie Workshop zu Möglichkeiten der Animation, einer Tragikomödie aus MV - mit regionalen Darstellern besetzt - inclusive Filmgespräch, der spannungsvoll erwarteten abschließenden Preisverleihung, gefolgt von Aftershowparty mit der jungen Neubrandenburger Pop-Cover-Band „Nichtausberl!n“ zum atmosphärisch passenden Ausklang auf dem Innenhof. Seit drei Jahrzehnten organisiert der Neubrandenburger Verein „Latücht – Film&Medien e.V.“ dieses Medienfest mit landesweiten drei Wettbewerben. In diesem Jahr wurden an den drei Tagen 65 ausgewählte Beiträge von Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 25 Jahren aus MV gezeigt.

6. Landesweiter Radiowettbewerb „Freisprecher“

Getragen durch den langfristigen Kooperationspartner Mediatop Neubrandenburg startete der 6. Radiowettbewerb „Freisprecher“ das Medienfest am 2. Juli im Latücht. Mediatop-Leiterin Martina Kelling sowie ihre Kollegen Medienpädagoge Andy Krüger und Mia Klimson als Moderatoren freuten sich über die Riesenresonanz.

„Die Kids haben mich überrascht mit ihrer Power, mit der sie hier reingestartet sind,“ so die diesjährige JMF-Projektleiterin Hanna Bührig. Es wurde während des Wettbewerbs sehr viel interagiert und inbrünstig gevotet. Die „Freisprecher“-Jury orientierte sich bei der Prämierung in diesem „bunten Mix“ der 13 ausgewählten Beiträge u.a. an einer altersentsprechenden Beteiligung bei der Umsetzung.

So stellten Schüler der KGS Altentreptow in ihrem Podcast „26 Tiefseetaucher auf der Suche nach guten Büchern“ ihre favorisierten Bücher vor, nahmen die Hörer mit auf eine literarische Entdeckungsreise und wurden mit dem 3. Platz (100 Euro Preisgeld) belohnt.

Dass Medienkompetenz bereits im Kindergarten lebendig und kindgerecht gefördert werden kann, zeigte der Podcast „Windmühlen Montis on Air“. Dafür ging der 2. Preis, dotiert mit 150 Euro, an die KiTa Windmühle Neubrandenburg.

Dem Wettbewerbs-Titel „Freisprecher“ haben neun Schüler der 7. Klassen vom Neustrelitzer Gymnasium Carolinum in besonderer Art und Weise praktisch umgesetzt. Im Podcast „Anders aber gleich“ sprachen sie mit Klienten des Tageswerkes Neustrelitz, setzten sich mit dem Thema der Lebensbewältigung mit Behinderung auseinander. Die Jury betonte, wie wichtig es ist, dass Betroffene zu Wort kommen. „Ich bin ein normaler Mensch, wie ihr auch, nur sitze ich seit meiner Geburt im Rollstuhl. Habt keine Scheu, mich anzusprechen,“ heißt es im Podcast. Die Leistung der Caroliner mit beeindruckenden Einblicken der Hilfsbedürftigen in ihrem herausfordernden Alltag wurde mit dem Sieg im landesweiten Radiowettbewerb „Freisprecher“ prämiert. Das Preisgeld beträgt 250 Euro, wie der 3. und 2. Preis im Radiowettbewerb von der Medienanstalt MV gestiftet.

 

28. Landesweiter Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“

Schüler der 7./8. Klasse des innerstädtischen Gymnasiums Rostock hatten in ihrem Spielfilm „Karsten“ ein ernstes Thema humorvoll aufgearbeitet und technisch professionell umgesetzt. Für die sehr gute Darstellung der Jugendperspektive gab es den 3. Platz im Schulvideowettbewerb.

Der zweite Platz ging an die DRK-Kita „Am Holzhafen Wismar“ für die wahrnehmbare kreative Freiheit der Kinder in ihrem Trickfilm „Der Welt-Kindergarten“ mit dem Thema ‚Freundschaft ohne Grenzen‘ nah an ihren Alltag und gut aufeinander abgestimmten Bild und Ton.

„Gemeinsam stark“ präsentierte sich die Teterower „Schule mit dem Förderschwerpunkt lernen und geistige Entwicklung“. In ihrem Musikvideo hatten sie optimal verschiedene Filmtechniken eingesetzt und für ihren kleinen Produktions-Zeitraum ein großes Ergebnis abgeliefert, das sie siegreich auf das oberste Treppchen beim landesweiten Schulwettbewerb hob.
Eine lobenswerte Erwähnung vergab die Jury für „Erklärvideos zu den Bundesverfassungsorganen“ der 10. Klasse der KGS mit gymnasialer Oberstufe in Altentreptow für die sehr gut verständliche Darstellung.

 

30. Landesweit offener Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“

Der landesweite Jugendvideowettbewerb wird inhaltlich in Kategorien eingeordnet. 

Dotiert mit 200 Euro zeichnet „Der spitze Stachel“ Filme aus, die den Mut haben, unbequeme Themen in unserer Gesellschaft sichtbar zu machen. Klar, kritisch und mit Haltung überzeugte das Team vom „LKJ MV e.V.“ aus Wismar mit dem Essayfilm „7. Dezember 2024“ durch große Präzision und eindrucksvolle Gestaltung zum Thema Rechtsextremismus.

Eine Auszeichnung durch lobende Erwähnung von der Jury erhält die Deutsche Naturfilmstiftung Darß. Beteiligt mit mehreren Filmen hatte die Stiftung mit Witz und einem ungewöhnlichen Ansatz zahlreiche Umweltprobleme thematisiert, ohne zu belehren.

 

„Das dritte Auge“ zeichnet mit 300 Euro Preisgeld den Film aus, der mit Kamera- und Schnittarbeit am besten eine besondere visuelle Kraft entfaltet. Beeindruckt hat mit Farben, Sound und einem sicheren Gespür für Spannung der Spielfilm „Am Boden“ von Leo TV Neubrandenburg.

In dieser Kategorie erhält Bela Spiecker aus Güstrow für präzise Kameraarbeit und eindringlichen Text in seinem Film „Raise the Roof“ zum Thema Rassismus in den USA eine lobende Erwähnung.

 

Der beste Film des gesamten Jugendvideowettbewerbs erhält „Die große Klappe“ und 500 Euro vom langjährigen JMF-Medienpartner Nordkurier. Überzeugend abgehoben hat sich mit großer Intimität und starker queeren Perspektive der Spielfilm „Light my Love“. Mit ihrem Erstlingswerk haben die Rostocker Mia Neuschäfer und Oskar Kühn erfolgreich etwas gewagt und wurden mit gewaltigem Applaus für diesen stark berührenden Film belohnt.

 

Die Rebellion von „Punks Dead?“ der Mann-Gang & Co aus Rostock gegen das System und herkömmliche Filmformate ist mit Charme und Witz gelungen - passend zur „Großen Klappe“ von der Jury lobend erwähnt.

 

Ermutigend groß war die Resonanz während der gesamten drei Tage und auch zur Preisverleihung war das Kino Latücht bis auf den letzten Steh-Platz voll gefüllt.

Holm-Henning Freier als Geschäftsführer vom Latücht e.V. betonte in seiner JMF-Jubiläumsfestrede, dass Medienkompetenz in den letzten 20 Jahren rasant an Bedeutung gewonnen hat. „Durch das Selbermachen von Medien und daraus lernen, wird Medienkompetenz am besten aufgebaut. Das ist notwendiger denn je, wie die schnelle Entwicklung von KI zeigt.“ Mit einer Urkunde wurden alle JMF-Beiträge belobigt. „Denn sie machen deutlich, wie viel Kinder und Jugendliche durch die eigene Produktion Medien besser verstehen lernen.“

Entsprechend der Wertschätzung dieser Arbeit bedankte sich der Latücht-Chef bei Förderern, Sponsoren und Spendern, Partnern sowie Helfern in den verschiedensten Bereichen wie Programmkommission, Moderation und Jury sowie natürlich beim Latücht-Team. Die Vermittlung von Medienkompetenz angefangen bei Kita-Kindern bis hin zu jungen Erwachsenen wird auch in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Wir können gespannt sein auf die Beiträge zum 31. Neubrandenburger Jugendmedienfest.

 

www.jugendmedienfest.de

 

BU: Die Rostocker Mia Neuschäfer und Oskar Kühn (4. und 5. v.l.) sind mutig mit ihrem Erstlingswerk „Light my Love“ im Landesweiten Jugendvideowettbewerb auf Platz 1 gelandet und können sich damit über „Die große Klappe“ sowie 500 Euro vom Nordkurier als JMF-Medienpartner freuen. Foto: Ute Köpke

 

BU: Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier zum Start der Preisverleihung im bis auf dem letzten Stehplatz (auch unterhalb der Techniker-Empore) voll besetzten Kino. Foto: Ute Köpke

 Volles Latücht  Große Klappe

 

Jugendmedienfest 2024

Das 29. Jugendmedienfest...

... vom 12. bis 14. Juni 2024, organisiert vom Verein „Latücht – Film&Medien e.V.“, bot neben drei Wettbewerben auch Workshops zu Podcast- und Musikvideoproduktion. Von fast 60 eingereichten Beiträgen wurden 47 für die Wettbewerbe ausgewählt. Hier findet ihr das Programmheft.

 

Landesweiter Radiowettbewerb „Freisprecher“

Am 12. Juni startete im Latücht der Radiowettbewerb „Freisprecher“, organisiert mit Mediatop Neubrandenburg. Die Jury prämierte aus 11 Beiträgen drei herausragende Produktionen.

 

Den 3. Platz (100 €) teilen sich die Podcasts „Wirklich nur Klimakleber?“ und „Drogenmissbrauch bei Jugendlichen“, die mutig gesellschaftliche Themen beleuchten. Der Podcast über Klimakleber überzeugt durch ein respektvolles Interview mit einer Bundespolizistin, während der Beitrag über Drogenmissbrauch mit einer authentischen Szene fesselt.

 

Platz 2 (150 €) ging an das Hörspiel „Chaos in der Emotionszentrale“ vom DRK-Bildungszentrum Teterow, das mit gelungenem Sound und einer runden Geschichte besticht. Gewinner sind die Zinnowitzer Grundschüler mit „Törtel und der Gnom Ferdinand“. Ihr kreatives Hörspiel begeisterte mit Naturgeräuschen und lebendiger Sprache – belohnt mit 250 €.

 

Die Medienanstalt MV stellte die Preisgelder bereit.

 Gewinner 


schulvideo

Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“

Beim landesweiten Schulvideowettbewerb „Video macht Schule“ wurden beeindruckende Filmideen prämiert. Die Kargower Grundschüler erhielten eine „Lobende Erwähnung“ für ihren Film Die Superkids, in dem sie mit einfachen Mitteln den Traum vom Superheldendasein umsetzten.

 

Den 3. Platz (100 Euro) sicherte sich die 8. Klasse des Fridericianum Schwerin mit Alles nur ein Spiel?, das die Auswirkungen von Gewalt in Videospielen hinterfragt. Ihr Mitschülerteam gewann den 2. Platz (200 Euro) für den Trailer Eine neue Welt, der den Einfluss des Handys auf unseren Alltag zeigt.

 

Der Hauptpreis (300 Euro) ging an die 9a der Kleeblattschule Anklam für die TV-Sendung Kleeblattnews, die mit kreativen Darstellungsformen überzeugte.


Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“ – Gewinner gekürt

Beim Neubrandenburger Jugendmedienfest am 14. Juni überzeugten junge Filmemacher mit kreativen Beiträgen. Besonders hervorgehoben wurde die Doku „Das JAUXi-Wunder“ über die Musicalproduktion „The Addams Family“, die eine „Lobende Erwähnung“ erhielt.

 

Den 3. Platz und 200 Euro sicherte sich der Sci-Fi-Film „Zeit der Natur“ aus dem GrünStreifen-Filmcamp. Der 2. Platz (250 Euro) ging an „Detektiv Digby der Unfehlbare“, einen humorvollen Krimi im Retro-Stil.

 

Gewinner des Wettbewerbs war „Just - in Love“ von der Jugendfilmgruppe „Nerdbeben“ aus Rostock. Die Jury lobte die clevere Parodie auf moderne TV-Formate. Neben der Trophäe „Die große Klappe“ gab es 500 Euro Preisgeld.

Jugendvideo


Verrocktejungs

Dank und Ausblick

Den Abschluss feierte die Jugendband „Verrockte Jungs“ mit Live-Musik im Latücht-Innenhof. Da blieb kein Fuß still.

 

„Drei tolle Tage voller Austausch, Wettbewerb und Fachgespräche“, resümierte Holm-Henning Freier, Geschäftsführer von „Latücht – Film&Medien e.V.“, bei der Preisverleihung. Er dankte Teilnehmern, Ehrenamtlichen, Partnern, Förderern und Sponsoren, die das Medienfest ermöglichten. 2025 soll das 30. Neubrandenburger Jugendmedienfest folgen.

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