Spanien 2026, Buch und Regie: Pedro Almodovar, Länge: 112 Minuten
DA: Barbara Lennie, Leonardo Sharaglia, Aitana Sanchez-Gijon, Vicky Luengo u.a.
Mit seinem neuen Film schafft der zweifache Oscar-Preisträger Pedro Almodovar das Kunststück, eine Kopie von sich selbst so zu inszenieren, dass sie zum Original wird.
Mit der Kult-Regisseurin Elsa geht es bergab. In letzter Zeit dreht sie nur noch Hotspots für Herrenunterwäsche. Außerdem setzen ihr Migräneanfälle und Panikattacken zu. Ihr neues Drehbuch über den Schicksalsschlag einer nahen Freundin soll die Wende herbeiführen. Dummerweise hat aber die Freundin etwas dagegen, dass ihr Schicksal Stoff für einen Film werden soll.
Mit diesem Film kehrt Pedro Almodovar nach seiner ersten englischsprachigen Produktion in seine Heimat und zu seinen Wurzeln zurück. Dazu zählt das unwiderstehliche Spiel mit der Autofiktion, die der Spanier zu einem Markenzeichen machte. Eine Überraschung ist die Besetzung. Mit Ausnahme eines Cameos von Rossy de Palma, die das Gesicht des Almodovar-Films schlechthin ist, hat der Spanier seine Darstellerriege komplett ausgetauscht. Die Ähnlichkeiten zwischen Sharaglia und Banderas wie zwischen Vicky Luengo und der jungen Penelope Cruz sind wohl nicht zufällig. Der Regisseur nutzt sie, um die Grenzen zwischen Realität, Fiktion und Autofiktion zu verwischen und gleichzeitig zu thematisieren. Letztlich gelingt ihm der irritierende Eindruck, als versuche ein anderer Regisseur, einen „typischen Almodovar“ zu drehen-mit all seinen zwischenmenschlichen Verwicklungen, die man von ihm erwartet. Und die der Regisseur mit schelmischem Grinsen doch wieder unterläuft.
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Veranstaltungsort
Kino Latücht
Tickets:
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Tel. 0395 5666611 E-Mail: Vorbestellte Karten bitte spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse abholen.