VOM TRAUM, UNSINKBAR ZU SEIN
VOM TRAUM, UNSINKBAR ZU SEIN
Deutschland 2026, Dokumentarfilm, Buch & Regie: Tom Fröhlich, Länge: 87 Minuten
Off-Stimme: Charly Hübner
Tom Fröhlich beschäftigt sich in seinem Dokumentarfilm mit der Geschichte der DDR-Hochseefischerei.
Wenn die Riesenzange sich durch den Stahl des Schiffbauchs beißt wie ein Büchsenöffner durch eine Konserve, dann fühlt man beim Zusehen mit. Man wird Zeuge des Sterbens eines Schiffes, das Jahrzehnte stolz über die Meere fuhr. Dem Rostocker Filmemacher Tom Fröhlich geht es um die ehemalige Flotte der DDR-Hochseefischerei, zu der in ihrer Blütezeit über 100 Schiffe gehörten. Nach dem politischen Umbruch wurden sie alle entweder verkauft oder gleich abgewrackt. Vier von ihnen, die einen neuen Besitzer fanden, hat Fröhlich aufgespürt. Im Hamburger Hafen vor Anker liegt die „Stubnitz", ein 80 Meter langes, von der Volkswerft Stralsund konstruiertes Kühl- und Transportschiff. 1990 baute ein Künstlerkollektiv die „Stubnitz" zu einem schwimmenden Kulturzentrum um. Die Bilder von damals zeigen fröhlich tanzende junge Menschen. Die Episoden um die Schiffe und ihre Besatzungen sind sehr verschieden. Neugierig verfolgt man vor allem die Geschichte des Hochseekutters „See Fuchs", den ein Ingenieur 1993 vor der Verschrottung bewahrte. 24 Jahre später veräußerte der Hobbyseefahrer den Kutter an eine NGO, die das Schiff zur Seenotrettung im Mittelmeer einsetzte. Kurze Zeit später zog die spanische Guardia Civil das Schiff wegen Drogenschmuggels aus dem Verkehr.
DDR-Geschichte, Faszination für Schiffshistorie und anekdotische Erzählungen bilden das Gerüst des Films. Die stärksten Momente entstehen, wenn Fröhlich den Schiffen auf liebenswürdige Weise Leben einhaucht, sie als lebendige Organismen zeigt und auf diese Weise atmosphärische Bilder kreiert.
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