FASSADEN
FASSADEN
Deutschland 2025, Buch & Regie: Alina Cyranek,
Länge: 87 Minuten
Tanzperformance: Gesa Volland, Damian Gmür
Stimme: Sandra Hüller
Der besondere Film
Die Dokumentarfilmerin Alina Cyranek schneidet Erfahrungsberichte und Expertenaussagen
zum Thema häusliche Gewalt zu einem nach außen hin kühlen, inhaltlich aber explosiven
Filmessay zusammen.
Hinter verschlossenen Türen und scheinbar perfekten Beziehungen bleibt häusliche Gewalt oft lange unsichtbar. Mit „Fassaden“ hat Regisseurin Alina Cyranek einen eindringlichen Dokumentarfilm geschaffen, der Betroffenen eine Stimme gibt und zugleich die gesellschaftlichen Strukturen hinter dem Problem beleuchtet.
Im Mittelpunkt steht die von Sandra Hüller aus dem Off eindrucksvoll gesprochene Geschichte einer Frau. Ihr Bericht basiert auf zahlreichen realen Erfahrungen und zeichnet den schleichenden Weg von Verliebtheit und Vertrauen hin zu Kontrolle, Isolation und Gewalt nach. Ergänzt wird die Erzählung durch ausdrucksstarke Tanzperformances von Gesa Volland und Damian Gmür, die die oft schwer greifbaren Dynamiken von Macht und Abhängigkeit auf visuell eindrucksvolle Weise sichtbar machen.
Besonders beeindruckend ist die Klarheit, mit der Expertinnen und Experten aus Polizei, Justiz, Medizin, Psychologie und Sozialarbeit ihre Erfahrungen schildern. Statt auf dramatische Effekte zu setzen, vertraut der Film auf präzise Beobachtungen, starke Bilder und die Kraft authentischer Aussagen. Gerade diese zurückhaltende Inszenierung macht „Fassaden“ so bewegend und nachhaltig.
Ein wichtiger, kluger und berührender Dokumentarfilm, der aufrüttelt, informiert und dazu beiträgt, Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen.
Eine Veranstaltung des Quo Vadis e.V. anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2026 in Kooperation mit dem Latücht Film & Medien e.V.
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