Große Resonanz auf das 31. Neubrandenburger Jugendmedienfest
Junge Medienmacher aus M-V füllen drei Tage lang das Kino Latücht
Auch in diesem Jahr wurde das Latücht drei Tage hintereinander ein konzentrierter Treffpunkt für Medienenthusiasten aus ganz M-V. Vom 10. bis 12. Juni fand das Neubrandenburger Jugendmedienfest (JMF) des Vereins „Latücht – Film & Medien e. V.“ in Zusammenarbeit mit dem Mediatop Neubrandenburg zum 31. Mal statt.
Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier wies in seiner Eröffnungsrede auf die zurzeit stark wachsende Bedeutung frühzeitiger Medienbildung hin. „Es ist heute mehr denn je wichtig, mediale Botschaften als richtig oder falsch zu erkennen.“ Auch können eigene Produktionen als Teil des Lernprozesses wegweisend sein, wie sich bei Leonard Schnell gezeigt hat. Der Neubrandenburger hat jahrelang mit Filmbeiträgen am JMF teilgenommen. Erfolgreich, wie zum Beispiel im letzten Jahr mit dem 2. Platz beim Jugendvideowettbewerb. Dafür wurde ihm „Das dritte Auge“ überreicht. In diesem Jahr brachte der junge Filmemacher die Wandertrophäe für den diesjährigen Preisträger am Eröffnungstag zurück ins Latücht – als Azubi im NDR-Team – zwecks Berichterstattung im abendlichen Nordmagazin.
Nach drei Tagen mit sehr kreativen – insgesamt 78 – Wettbewerbsbeiträgen aus ganz M-V, intensiver Entscheidungsarbeit für die drei Juryteams, neuen Anregungen und Kontakten für die Teilnehmer sowie einer Premiere im Rahmenprogramm mit der Präsentation französischer Kurzfilme von Schülern aus Neubrandenburgs Partnerstadt Nevers wurde die Siegerehrung im bis auf den letzten Platz gefülltem Latücht spannungsvoll erwartet.
Vorab sprach der neue Vorstandsvorsitzende des Latücht-Vereins, Thomas Hahn, seinen Dank an alle Mitstreiter, Teilnehmer, Förderer und Sponsoren aus. Einig waren sich Arne Kröger als stellvertretender Landrat MSE und Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose, dass unabhängig vom Verwaltungshaushalt das Jugendmedienfest durch die „kommunale Familie“ auch in den kommenden Jahren unterstützt wird.
Lob gab es ebenfalls von Jochen Schmidt, der im Namen der Schirmherrin, Kultusministerin Bettina Martin, aus Schwerin ins Latücht kam. Der langjährige Direktor der Landeszentrale für politische Bildung MV betonte: „Wir merken täglich, wie die Bedeutung von Medienbildung wächst und ich weiß, was für ein Kraftakt die 31-malige Umsetzung eines Medienfestes ist.“ Erstmalig hat diese Erfahrung Olesia Moroz als Projektleiterin des JMF gemacht. Sie bedankte sich zum Abschied herzlich beim Team sowie den JMF-Teilnehmern: „Es war viel Arbeit, verbunden mit wunderbaren Gesprächen und tollen Beiträgen.“
Letztendlich gute Gründe nach der Siegerehrung zu feiern mit Buffett und Musik von „June" – einer Neubrandenburger Jugendband passend zum Jugendmedienfest.
Gern nutzen JMF-Teilnehmer die Möglichkeit kreativer Gestaltung von praktischen Beuteln, wie hier mit Projektleiterin Olesia Moroz. Foto: Ute Köpke

Siegerfoto des JMF-Wettbewerbs „Die große Klappe“ mit der dreiköpfigen Jury (rechts) und Festivalleiterin Olesia Moroz, Moderator Toni Goldacker sowie Katja Voigt, Produktmanagerin der Nordkurier Mediengruppe (v. l.) nach der Spendenscheck-, Trophäen- und Urkundenübergabe an die Sieger im Jugendvideowettbewerb „Die große Klappe“. Der auf den Darß gedrehte Film „Alma“ verbindet Naturschutz mit Fantasiewelt und zeigt außerdem, wie zwei aufeinandertreffende Welten und Sprachen es schaffen, aufeinander zuzugehen. Foto: Ute Köpke