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Der Film im Detail

DO 30.09.2021 // 20:00 Uhr

Nahschuss

Deutschland 2020
Regie: Franziska Stünkel, Länge: 116 Minuten

Darsteller: Lars Eidinger, Luise Heyer, Devid Sriesow, Peter Lohmeyer u.a.

Lars Eidinger spielt einen jungen Wissenschaftler in der DDR, der bei der Stasi anheuert und zu Erpressung und anderen dubiosen Methoden gezwungen wird. Einer der besten Filme beim Filmfest München (Drehbuch-Förderpreis)

Aus dem Flugzeug heraus holt man den jungen DDR-Wissenschaftler Franz Walter, um ihm mitzuteilen, dass er die Nachfolge seiner Professorin in einem Jahr antreten kann. Voraus-gesetzt, er arbeitet ein Jahr bei der Hauptverwaltung Abwehr, dem Auslandsgeheimdienst der Stasi. Walter willigt ohne größeres Zögern ein. Nun ordnet sich sein Leben neu, er heiratet seine Freundin, bekommt eine neue, komfortable Wohnung, ein Einzelzimmer-Büro und sein neuer Kollege scheint auch ganz nett. Aber schon bald stellen sich Irritationen ein.

Die Geschichte ist lose angelehnt an den Fall von Werner Teske, den letzten Angeklagten, der in der DDR 1981 durch einen sogenannten Nahschuss hingerichtet wurde. Der Regisseurin geht es nicht vordergründig um Aufklärung, sondern um Walters persönliche Verstrickungen, um die Mechanik des Drucks, der sich um seine Person herum aufbaut, auch um seine eigene Schuld. Franziska Stünkel hat einen so eindringlichen wie eindrücklichen Debütfilm vorgelegt und Lars Eidinger ist eine Idealbesetzung für die Hauptrolle. 

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