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Der Film im Detail

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MI 08.12.2021 // 19:00 Uhr

Die Stasi im Kinderzimmer

– und wie der Verrat bis heute nachwirkt

Deutschland 2019
Buch und Regie: Kathrin Matern, Kamera: Jan Hensel, Länge: 44 Minuten

Diese berührende NDR-Doku behandelt das Trauma, unter dem viele der rund 500 von der Stasi angeworbenen DDR Jugendlichen bis heute leiden.

Der Film erzählt vier Schicksale, darunter ist der Rostocker Christian Ansehl, der als 15-jähriger eine Verpflichtungserklärung als IM unterschrieben hat, als er von der Stasi erpresst wurde. Anna Frieda Schreiber ist als Andreas Schreiber in einer sogenannten Stasi-Familie aufgewachsen. Andrej Holm ist als Berliner Staatssekretär für Bauen und Wohnen 2016 über seine Stasi Vergangenheit gestolpert. Der aus Neustrelitz stammende Sascha Kriese hatte Glück. Seine Eltern bewahrten ihn davor, Mitte der achtziger Jahre als 16-jähriger eine Verpflichtungserklärung zu unterschreiben.

Auf die Frage, ob es heute noch solche Filme braucht, antwortet die Regisseurin: „Also ich hab schon gemerkt bei den Dreharbeiten, dass da noch sehr viel Dampf drunter ist, in den Leuten drin, und sehr viel Spannung auch noch, einfach, weil es bislang noch gar nicht so richtig die Gelegenheit gegeben hat, diesen Teil ihrer Biografie zu erzählen und auch so zu erzählen, ohne dass es bewertet und jemand in die Ecke gestellt wird.“

Für das anschließende Filmgespräch stehen die Autorin und Regisseurin Kathrin Matern, der Protagonist Christian Ansehl und die Landesbeauftragte MV für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, Anne Drescher, zur Verfügung.

Moderation: Holm-Henning Freier

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