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Latücht Film & Medien e.V.
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Der Film im Detail

MI 29.05.2024 // 19:00 Uhr // Einlass: 18:00 Uhr

Berlinale 2024: Silberner Bär

STERBEN

Deutschland 2024

Buch & Regie: Matthias Glasner, Länge: 180 Minuten

 

DA: Lars Eidinger, Lilli Stangenberg, Corinna Harfouch, Ronald Zehrfeld u.a.

Kaputte Körper im Alter, unkaputtbare Frauenfiguren, dysfunktionale Familien und ein sympathischer Lars Eidinger: Matthias Glasner riskiert viel und er schafft einen grandiosen Film.

In 180 Minuten und 6 Kapiteln taucht der Film ein in die dysfunktionale Dynamik der Familie Lunies: Lissy Lunies ist von Diabetes, Nierenversagen und Krebs gezeichnet, allein ihr Verstand ist ebenso klar wie kalt. Ihr Mann Gerd - körperlich kaum fitter, geistig komplett abgetreten - ist ihr nur noch eine Last. Sohn Tom lebt als recht erfolgreicher Dirigent in Berlin. Mit seiner Ex Freundin Liv zieht er das Kind eines anderen groß, weil Liv den Erzeuger nicht leiden kann. Neben diesem vertrackten Co-Parenting-Dreier kümmert Tom sich um seinen Freund Bernhard. Der ist zwar genial aber seit 20 Jahren unglücklich bis suizidal. Toms Schwester Ellen hangelt sich entschieden selbstzerstörerisch von Vollrausch zu Vollrausch nach dem Motto „Morgens scheiße, abends wieder gut“ und beginnt eine Affäre mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian.

„Nicht alle Menschen haben das Talent zum Glücklichsein“, bemerkt Tom irgendwann. Wenn es darum geht unglücklich zu sein, verfügen Glasners Figuren über eine regelrechte Inselbegabung. Dennoch durchzieht „Sterben“ ein herrlich makabrer, bisweilen bitterböser bis brachialer Humor. Glasner beweist mit seinen Überzeichnungen Mut zum Risiko und hat mit einem großartigen Ensemble einen Film gemacht, der viel über den Tod und alles was bis dahin passieren kann erzählt.

Bei mehrheitlichem Wunsch des Publikums machen wir nach 90 Minuten eine Pause

Eintritt : 9 € / erm. 7 €

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