Latücht Film & Medien e.V.
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Der Film im Detail

5.11. // 20.00 Uhr

KISS ME KOSHER

Die israelische Regisseurin Sherel Peleg versucht in ihrem Debütfilm, die Probleme ihrer Heimatregion mit Humor auf den Punkt zu bringen, ohne sie lächerlich zu machen.

Deutschland 2020, Regie: Shirel Peleg, Länge: 101 Minuten

Oma und Shira sind ein Herz und eine Seele, denn beide verbindet ein Geheimnis. Berta liebt einen Araber, und das schon sehr lange, ohne dass die Familie etwas ahnt, und Shira ist die einzige, die eingeweiht ist. Keine Frage, denn auch sie lebt, was die Liebe angeht, nicht der Norm entsprechend. Sie liebt offen und sehr polygam Frauen. Die Familie hat es akzeptiert, mokiert sich eher über die häufig wechselnden Partnerschaften als über deren Geschlecht. Nun aber ist es Shira zum ersten Mal ernst. Mit der deutschen Maria, die in Israel über den Klimawandel promoviert, will sie ihr Leben teilen. Und wenn eine Familie von Holocaustüberlebenden auf eine urdeutsche trifft, sind die Konflikte vorprogrammiert.


Shirel Peleg beherrscht die Klaviatur der kulturellen Missverständnisse und spielt gekonnt mit den Klischees, ohne auf sie hereinzufallen. Sie setzt sich sowohl mit der NS-Vergangenheit Deutschlands auseinander als auch mit der gegenwärtigen Siedlungspolitik in Israel und dem Kampf der Palästinenser um Freiheit und Grundrechte. Daraus eine Screwball- Komödie zu machen, erfordert viel Mut.

Darsteller: Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli, Juliane Köhler u.a.

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